Modulare DC-DC Wandler von Querom.

DC/DC Wandler von Querom – Hocheffiziente Gleichspannungswandler für industrielle Systeme

Querom entwickelt und fertigt hocheffiziente DC/DC Wandler für industrielle Systeme – in den Spannungsklassen 48V, 96V und Hochvolt, bidirektional, modular und kundenspezifisch. Als Gleichspannungswandler wandeln unsere Geräte eine geregelte Eingangs-Gleichspannung in eine präzise geregelte Ausgangs-Gleichspannung um – ob für mobile Robotik, Energiespeichersysteme, Brennstoffzellen oder weiteren industriellen Systemen. Entwicklung und Fertigung erfolgen vollständig in Deutschland: 100% Made in Germany, modular aufgebaut und für die Anforderungen Ihres Systems ausgelegt.

Auf dieser Seite erfahren Sie, was einen DC/DC Wandler ausmacht, welche Topologien, Spannungsklassen und Features Querom bietet – und wie Sie den passenden Gleichspannungswandler für Ihr Projekt auswählen.

Hierfür haben wir in den letzten Jahren zwei modulare Gleichstrom-Plattformen konzipiert. Die Low-Voltage-DC/DC-Wandler-Plattform deckt einen Eingangsspannungsbereich bis zu 60VDC ab und berücksichtigt hiermit vor allem den Sicherheitsspannungsbereich (SELV). Zusätzlich haben wir auf Basis der LV DC/DC-Konverter Plattform noch einen 96V Gleichspannungswandler entwickelt, der bis zu einem Eingangsspannungsbereich von 120V arbeiten kann. Die High-Voltage-Plattform deckt einen Eingangsspannungsbereich von bis zu 1.000VDC ab und ist für Hochspannungs-Anwendungen geeignet.

Was ist ein DC/DC Wandler? – Exkurs

Ein DC/DC Wandler – auch Gleichspannungswandler oder DC/DC Converter genannt – wandelt eine Eingangs-Gleichspannung in eine geregelte Ausgangs-Gleichspannung um.

Im Gegensatz zu einem Wechselrichter oder Transformator arbeiten Gleichspannungswandler ausschließlich mit Gleichstrom (DC) auf Ein- und Ausgangsseite. Der Wandler erhöht, senkt oder invertiert die Spannung. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber AC-Systemen: Gleichspannungswandler lassen sich direkt in DC-Microgrids, Batterie-Systeme und solare Energiearchitekturen integrieren, ohne dass ein Zwischenschritt über Wechselspannung notwendig wird.

Industrielle DC/DC Wandler kommen überall dort zum Einsatz, wo unterschiedliche Spannungsebenen innerhalb eines Systems gekoppelt werden müssen – von der 24V-Steuerversorgung bis zum Hochvolt-Zwischenkreis.

Wie funktioniert ein DC/DC Wandler?

Ein DC/DC Wandler funktioniert, indem er die Eingangsspannung über schnell schaltende Leistungshalbleiter (MOSFET oder IGBT) zerhackt und über Induktivitäten und Kondensatoren in eine geregelte Ausgangsspannung filtert. Der Schaltvorgang – die sogenannte Pulsweitenmodulation (PWM) – erfolgt mit hoher Frequenz, typisch im Bereich einiger zehn bis mehrerer hundert Kilohertz. Eine Regel-Elektronik überwacht die Ausgangsspannung kontinuierlich und passt das Tastverhältnis des Schaltsignals an, um die gewünschte Ausgangsspannung stabil zu halten. Die zugrundeliegende Topologie bestimmt dabei, ob der Wandler die Spannung absenkt, erhöht oder bidirektional übertragen kann – mehr dazu im Abschnitt zu den Topologien.

Welche Komponenten enthält ein DC/DC Wandler?

Ein industrieller DC/DC Wandler besteht im Kern aus vier Komponentengruppen:

  • Leistungshalbleiter (Si- oder SiC-MOSFETs) – schalten den Strom mit hoher Frequenz; SiC-Varianten bieten geringere Schaltverluste und ermöglichen höhere Schaltfrequenzen.
  • Magnetkomponenten (Induktivität / Speicherdrossel) – speichern und übertragen Energie; die Auslegung bestimmt maßgeblich den Wirkungsgrad und die Ausgangswelligkeit.
  • Kondensatoren – glätten Eingangs- und Ausgangsspannung und dienen als Energiepuffer bei transienten Laststößen.
  • Steuerelektronik (Mikrocontroller / DSP) – regelt die Ausgangsspannung über PWM, überwacht Temperatur und Strom und kommuniziert via CAN, Modbus oder analogem Interface mit übergeordneten Systemen.

Welche Spannungsklassen für DC/DC Wandler bietet Querom?

Querom entwickelt und fertigt DC/DC Wandler in drei Spannungsklassen für den industriellen Einsatz: 48V, 96V und 400V und 800V. Die DDL-Serie (DDL4848-48, DDL2148-24, DDL3050-48, DDL5096-96) adressiert die gängigen Spannungsebenen in Industrie, Intralogistik und Energiespeicherung. Die DDH-Plattform (DDH3009-24, DDH0015) richtet sich an Hochvolt-Anwendungen und besitzen eine galvanische Trennung. Jede Klasse hat ihre eigenen Stärken – die folgenden drei Abschnitte geben Ihnen einen kompakten Überblick.

48V DC/DC Wandler – Standard für Industrie und mobile Robotik

Die 48V-Klasse von Querom umfasst drei Modelle, die unterschiedliche Anforderungen in der industriellen DC/DC-Wandlung abdecken:

Alle 48V DC/DC Wandler finden Sie in der Kategorieübersicht 48V DC/DC Wandler.

96V DC/DC Wandler – höhere Effizienz bei der Leistungsübertragung

Der DDL5096-96 ist ein bidirektionaler 96V DC/DC Wandler mit 50A Dauerstrom und CAN-Schnittstelle. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 98% bei Nennlast eignet sich dieser u.a. für leistungsintensive Applikationen in der Intralogistik, Laseranwendungen und vielen weiteren industriellen Anwendungen, wo höhere Spannungsebenen Leitungsquerschnitte und Leitungsverluste reduzieren. Bei gleicher Leistung lassen sich auf 96V-Ebene Stromstärken und damit Kabelquerschnitte gegenüber 48V halbieren – ein erheblicher Kostenvorteil bei größeren Systemen. Der Port A akzeptiert Überspannungen bis 120V, was Rekuperations-Transienten zuverlässig abpuffert. Eine integrierte +24V/6.5A-Hilfsversorgung versorgt Steuerungsperipherie direkt.

Details zur 96V-Klasse finden Sie auf der Seite 96V DC/DC Wandler.

DDL5096-96

DDL5096-96: 96V, bidirektional, 50a, 5kw

Hochvolt DC/DC Wandler – HV-Plattform bis 1.000 VDC

Für Anwendungen mit höheren Spannungen bieten wir die Querom HV-Plattform: galvanisch getrennte Wandler mit Eingangsspannungen bis 1.000 VDC und Ausgängen für 12V-, 24V- und 48V-Bordnetze. Der DDH3009-24 wandelt 500 – 900 VDC auf geregelte Kleinspannungen bei bis zu 3 kW Boost-Leistung und kommuniziert über CAN, RS-232 und Digital-IO. Das DDH0015 (HV-AUX) ergänzt die Plattform als kompaktes PCB-Hilfsversorgungsmodul für Steuer- und Sensorik-Komponenten direkt aus dem HV-Zwischenkreis.

Einsatzgebiete sind industrielle DC-Grids, stationäre Batteriespeicher (BESS) sowie Hochvolt-Bordnetze von Nutz- und Sonderfahrzeugen. Für Spannungsbereiche oder Leistungsklassen außerhalb des Standards entwickeln wir kundenspezifische HV-Derivate auf Basis der Plattform. Das verkürzt die Entwicklungszeit gegenüber einer Neuentwicklung deutlich und ermöglicht hardware- und softwareseitige Anpassungen bereits ab kleinen Vorserien-Mengen.

Alle Specs, Produkte und Auswahlkriterien: Hochvolt DC/DC Wandler

Hochvolt-DC/DC Wandler DDH3009-24 von Querom Elektronik GmbH
Leistungsstufe eines Hochvolt-DC/DC Wandlers

Bidirektional, modular, isoliert: die drei Kerneigenschaften

Querom DC/DC Wandler unterscheiden sich von Standard-Lösungen durch drei Kern-Features: bidirektionaler Energiefluss, modulare Architektur und Steuer- und Diagnosefähigkeit. Die nachfolgenden Abschnitte erläutern jedes Feature im Detail – mit konkreten Anwendungsbeispielen und Produkt-Bezügen.

Bidirektionale DC/DC Wandler: Energie in beide Richtungen

Bidirektionale DC/DC Wandler ermöglichen Lade- und Entladevorgänge in einem einzigen Gerät und sind daher unverzichtbar für Energiespeichersysteme und Rekuperationsanwendungen. In mobilen Anwendungen führen bidirektionale Wandler beim Bremsen rückgewonnene Energie zurück in den Speicher – ein Effizienzgewinn, der in der Intralogistik Reichweiten und Standzeiten der Flurförderfahrzeuge deutlich verbessert. In BESS-Systemen erlaubt der bidirektionale Betrieb sowohl Netz-Laden als auch Rückspeisung ins Netz, ohne einen zweiten Wandler zu benötigen.

Modulare Architektur: Skalierung über parallele Leistungsstufen

Das modulare Plattformkonzept von Querom erlaubt die Skalierung der Leistung über parallele Leistungsstufen. Einzelne Stufen werden je nach Lastbedarf zugeschaltet, sodass der Wandler auch im Teillastbetrieb nahe am optimalen Wirkungsgradpunkt arbeitet. Dieses Prinzip ist besonders wertvoll in Systemen mit stark wechselnden Lastprofilen: Statt einen großen Wandler im Teillastbetrieb ineffizient zu betreiben, arbeiten mehrere kleinere Module jeweils im optimalen Betriebspunkt. Das Konzept verkürzt außerdem kundenspezifische Entwicklungen erheblich: Querom adaptiert bestehende Module auf neue Spannungen, Leistungen oder Schnittstellen, ohne von Null zu beginnen. Für Sie als Kunde bedeutet das kürzere Time-to-Market und geringere Entwicklungskosten.

Galvanische Trennung: Isolation für Hochvolt- und LV-Antriebs-Anwendungen

Galvanische Trennung – auch Isolation genannt – trennt Eingangs- und Ausgangskreis elektrisch und überträgt Energie magnetisch über einen Transformator. Eine Galvanische Trennung ist immer dann erforderlich, wenn Sicherheitsvorschriften eine potenzialfreie Ausgangsseite verlangen – etwa bei LV-Antrieben mit berührbaren Teilen oder bei der Verbindung von HV-Zwischenkreisen mit Niederspannungssteuerungen. Wichtig zu wissen: Die DDL-Serie (DDL4848-48, DDL5096-96, DDL2148-24, DDL3050-48) ist nicht galvanisch getrennt (non-isolated). Galvanische Trennung bieten wir ausschließlich über die DDH-Plattform (DDH3009-24) sowie im Rahmen kundenspezifischer Entwicklungen.

Wie kommunizieren Querom DC/DC Wandler mit übergeordneten Steuerungen?

Querom DC/DC Wandler kommunizieren je nach Modell über etablierte Industrie-Schnittstellen mit übergeordneten Steuerungen:

  • CAN 2.0 (DDL4848-48, DDL5096-96, DDL2148-24): Steuerung von Ladestrom, Entladetiefe und Betriebsmodus via CAN-Botschaften. Der Wandler übermittelt Spannung, Strom, Temperatur und Fehlerstatus in Echtzeit an die übergeordnete Steuerung. Parametrierung erfolgt ebenfalls über CAN – alle Parameter sind individuell einstellbar und werden im Gerät gespeichert. Das vollständige CAN-Mapping steht als separate Dokumentation zur Verfügung.
  • RS-485 / Modbus RTU + Analog + Enable-Signal (DDL3050-48): Für Systeme ohne CAN-Bus bietet der DDL3050-48 eine Modbus RTU-Anbindung über RS-485 – weit verbreitet in SPS-Umgebungen und Gebäudeautomation. Ergänzend stehen analoge Steuereingänge für Strom-Sollwert-Vorgaben sowie ein Enable-Signal für einfaches Ein/Aus-Schalten zur Verfügung. Dies erleichtert die Integration in bestehende Maschinensteuerungen erheblich.
  • CAN + Digital-IO + RS-232 (DDH3009-24): Die HV-Plattform DDH3009-24 bietet drei parallele Kommunikationswege für unterschiedliche Anforderungen. CAN übernimmt die Systemintegration in komplexe DC-Grid-Architekturen; RS-232 dient der Diagnose, Firmware-Updates und der Erstparametrierung im Labor. Digital-IO erlaubt einfaches Ein/Aus-Schalten und Statusabfragen ohne Protokoll-Overhead – ideal für sicherheitsrelevante Notabschalt-Pfade.

Welche Topologien von DC/DC Wandlern gibt es?

Industrielle DC/DC Wandler nutzen je nach Anwendung eine von acht etablierten Topologien. Die Wahl der Topologie bestimmt Spannungsrichtung, Isolationsverhalten und Effizienz. Querom setzt bei der DDL-Serie (48V und 96V) auf nicht-isolierte Topologien (Buck, Boost, Buck-Boost); die HV-Plattform DDH nutzt galvanisch getrennte Topologien:

  • Buck-Wandler (Tiefsetzsteller): senkt die Eingangsspannung auf eine niedrigere Ausgangsspannung und ist die häufigste Topologie in industriellen Systemen mit stabiler DC-Quelle. In der Querom-Reihe setzt der DDL3050-48 auf diese Topologie.
  • Boost-Wandler (Hochsetzsteller): hebt die Eingangsspannung auf ein höheres Ausgangsniveau. Typischer Einsatz: Rekuperation von Bremsenergie sowie LV-zu-HV-Kopplung – der DDL2148-24 arbeitet in einer Engergieflussrichtung als Boost-Converter.
  • Buck-Boost-Wandler: kombiniert beide Richtungen und kann die Spannung sowohl absenken als auch erhöhen. Geeignet für Systeme mit sehr weitem Eingangsspannungsbereich, etwa bei stark schwankenden Brennstoffzellen-Klemmspannungen.
  • Flyback-Wandler: galvanisch getrennte Variante für kleine bis mittlere Leistungen. Energie wird magnetisch über einen Transformator übertragen; die galvanische Trennung ermöglicht sicherheitsrelevante Anwendungen.
  • Forward-Wandler: galvanisch getrennte Topologie für mittlere Leistungen bis einige Kilowatt. Er überträgt Energie nur in der Einschaltphase des Transistors und bietet einen höheren Wirkungsgrad als der Flyback.
  • Full-Bridge-Wandler: leistungsfähige galvanisch getrennte Topologie für hohe Ausgangsleistungen ab ca. 1kW aufwärts. Vier Schalter in H-Brückenkonfiguration ermöglichen präzise Regelung und hohe Effizienz.
  • DAB (Dual Active Bridge): bidirektionale, galvanisch getrennte Topologie mit sehr hoher Effizienz in beiden Energieflussrichtungen. Bevorzugt in HV-BESS-Anwendungen und Vehicle-to-Grid-Systemen eingesetzt.
  • LLC-Wandler: resonante galvanisch getrennte Topologie mit sehr geringen Schaltverlusten. Ideal für hohe Schaltfrequenzen und weite Eingangsspannungsbereiche; erzielt aufgrund von ZVS (Zero Voltage Switching) oder ZCS (Zero Current Switching) sehr hohe Wirkungsgrade

Wollen Sie tiefer in die einzelnen Topologien einsteigen? Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in unserem Fachbeitrag DC/DC Wandler Topologien – Schaltprinzipien, Typen und Auswahlkriterien.

Was unterscheidet einen Buck Converter von einem Boost Converter?

Buck Converter (Tiefsetzsteller) und Boost Converter (Hochsetzsteller) sind die beiden häufigsten Topologien in industriellen Systemen. Der grundlegende Unterschied liegt im Verhältnis von Eingangsspannung zu Ausgangsspannung.

MerkmalBuck (Tiefsetzsteller / Step-Down)Boost (Hochsetzsteller / Step-Up)
SpannungsrichtungAusgang < EingangAusgang > Eingang
Typische AnwendungBatterieversorgung, Hilfsspannung, MotorsteuerungRekuperation, LV→HV-Kopplung, Hochsetzung für Speichersysteme
Querom-ProduktbeispielDDL3050-48 (Buck, 40 – 60VDC Eingang, Doppelausgang 3kW + 24V)DDL4848-48/ 2148-24 (Boost-Richtung: 24V→48V, bidirektional, 100A)

In der Querom-Reihe arbeitet der DDL3050-48 als Buck-Wandler (Eingang 40 – 60VDC auf geregelte niedrigere Ausgangsspannung), während der DDL4848-48 und DDL2148-24 in einer Energieflussrichtung als Buck- und in der anderen Energieflussrichtung als Boost-Converter arbeiten.

Checkliste – Wie wählt man den richtigen DC/DC Wandler für ein Projekt aus?

Die Auswahl eines DC/DC Wandlers für Ihr industrielles System folgt fünf Schritten:

  1. Schritt: Spannungsklasse bestimmen: Legen Sie fest, ob Ihr System 48V, 96V oder Hochvolt benötigt. Die Eingangsspannungstoleranz des Wandlers muss den Bereich Ihres Quell-Netzes vollständig abdecken – einschließlich transienter Überspannungen bei Rekuperation oder Lastabwurf.
  2. Schritt: Leistungs- und Strombedarf festlegen: Ermitteln Sie Dauerstrom und kurzzeitigen Peak-Strom unter Worst-Case-Bedingungen. Planen Sie einen Sicherheitsaufschlag von 20 bis 30% auf den Dauerstrom, da thermische Überlastung die Lebensdauer des Wandlers stark reduziert. Berücksichtigen Sie auch den Anlaufstrom von Antriebssystemen.
  3. Schritt: Energieflussrichtung klären: Entscheiden Sie, ob unidirektionaler Betrieb ausreicht (z.B. reine Versorgung aus einer Brennstoffzelle) oder ob bidirektionaler Betrieb notwendig ist (BESS, Rekuperation, Kopplung zweier Netze). Ein bidirektionaler Wandler kann beide Aufgaben übernehmen, ist jedoch in der Regel komplexer und teurer als eine unidirektionale Lösung.
  4. Schritt: Schnittstelle und Kommunikation definieren: Klären Sie, welches Kommunikationsprotokoll Ihr übergeordnetes Steuerungssystem erwartet: CAN 2.0 (DDL4848-48, DDL5096-96, DDL2148-24), Modbus/RS-485 (DDL3050-48) oder CAN + Digital-IO + RS-232 (DDH3009-24). Eine falsche Schnittstellenwahl kann Nacharbeiten bei der Inbetriebnahme verursachen.
  5. Schritt: Kühlung und Umgebungsbedingungen klären: Prüfen Sie die thermische Einbausituation im Gehäuse oder Schaltschrank: Steht ausreichend freie Konvektion zur Verfügung, oder ist aktive Kühlung erforderlich? Querom-Wandler sind für Betriebstemperaturen von 0 bis 80°C ausgelegt. Bei eingeschränkter Konvektion oder erhöhter Umgebungstemperatur empfehlen wir Derating oder aktive Kühlung – wir beraten Sie gerne dazu.

Welche Spezifikationen müssen Sie kennen?

Für die Dimensionierung sollten Sie acht Spezifikationen vorab klären:

  • Eingangsspannungsbereich: legt fest, welche Quell-Netze kompatibel sind – z.B. 40 – 60VDC für die 48V-Klasse. Der Bereich muss alle Betriebszustände abdecken, inklusive Unterspannung bei tiefer Entladung und Überspannung bei Rekuperation.
  • Ausgangsspannung und Regeltoleranz: die gewünschte Ausgangsnennspannung sowie die erlaubte Abweichung unter Last. Bei Querom-Wandlern ist die Ausgangsspannung über CAN oder analog einstellbar.
  • Dauerleistung (Nennstrom): die dauerhaft abgegebene Leistung im Nennbetrieb – bestimmt die thermische Auslegung. Wandler müssen dauerhaft auf Nennstrom betrieben werden können, ohne thermische Abschaltung.
  • Peak-Leistung (transienter Strom): kurzzeitige Überlast beim Anlaufen von Antrieben, Kondensatoren oder bei Systemstarts. Querom-Wandler bieten definierten Überstromschutz und Inrush-Begrenzung.
  • Wirkungsgrad: industrielle Wandler der DDL-Serie erreichen 94 bis 97% bei Nennlast; der höchste Wirkungsgrad liegt bei 60 bis 80% Last. Modulare Stufen halten den Wirkungsgrad auch im Teillastbetrieb hoch.
  • Kühlung und Umgebungstemperatur: Querom-Wandler sind für Betriebstemperaturen von 0 bis 80°C ausgelegt. Klären Sie, ob Konvektionskühlung ausreicht oder aktive Kühlung notwendig ist.
  • Kommunikation und Steuerung: CAN 2.0, Modbus/RS-485, RS-232, Analog oder Digital-IO – je nach Systemarchitektur. Die Schnittstellenauswahl sollte frühzeitig im Systemdesign festgelegt werden.
  • Zertifizierungen: EN 62368-1 (Sicherheit), EMV-Normen EN 61000 sowie CE je nach Einbauumgebung. Für spezielle Anforderungen (Marine-Zulassung, UL) sprechen Sie uns vorab an.

Welcher Wirkungsgrad ist bei DC/DC Wandlern realistisch?

Industrielle DC/DC Wandler erreichen typische Wirkungsgrade von 94 bis 97% bei Nennlast. Der höchste Wirkungsgrad stellt sich meist bei 60 bis 80% der Volllast ein; im Teillastbetrieb sinkt er. SiC-Halbleiter und modulare Architektur helfen, die Schaltverluste auch bei niedrigen Lasten niedrig zu halten. Die Tabelle zeigt die belegten Wirkungsgrade je Querom-Produkt:

ProduktBuck-WirkungsgradBoost-Wirkungsgrad
DDL4848-48min. 96% (bei ILV > 0,5 × ILV,nom)min. 94%
DDL5096-96min. 96%, typ. 97%min. 96%
DDH3009-24— (unidirektional)typ. 95%

Wann ist ein bidirektionaler DC/DC Wandler sinnvoll?

Ein bidirektionaler DC/DC Wandler ist sinnvoll, wenn Energie in beide Richtungen fließen muss – etwa beim Laden und Entladen eines Energiespeichers oder bei der Rekuperation von Bremsenergie. In einem BESS (Battery Energy Storage System) übernimmt der Wandler sowohl den Ladevorgang (Energie aus dem System in den Speicher) als auch das Entladen (Energie aus dem Speicher ins System). In der mobilen Robotik ermöglicht Bidirektionalität die Rückspeisung von Bremsenergie in die Fahrzeugbatterie – ein wesentlicher Hebel zur Effizienzsteigerung. Ohne Bidirektionalität wären für Laden und Entladen zwei separate Wandler notwendig, was Bauraum, Kosten und Systemkomplexität erhöht.

In welchen industriellen Systemen kommen Querom DC/DC Wandler zum Einsatz?

Querom DC/DC Wandler werden unter anderem  in diesen  fünf industriellen Bereichen eingesetzt: in mobiler Robotik und fahrerlosen Transportsystemen, in Energiespeichersystemen (BESS), in Brennstoffzellen-Systemen, in Marine- und Offshore-Anwendungen sowie in Hochvolt-Bordnetzen und DC-Grids. Jeder dieser Bereiche stellt eigene Anforderungen an Spannungsklasse, Energieflussrichtung, Kommunikation und Robustheit. Die folgende Tabelle gibt eine erste Orientierung – welches Querom-Produkt für welchen Anwendungsbereich besonders geeignet ist:

AnwendungsbereichEmpfohlenes ProduktSpannungsklasseEnergiefluss
Mobile Robotik / FTS / AGVDDL4848-4848VBidirektional
Mobile LaseranwendungenDDL5096-9696VBidirektional
Brennstoffzellen-SystemeDDL4848-48 / Custom HV48V – HochvoltUnidirektional + Hilfsversorgung
DC-Grid / HV-BordnetzDDH3009-24Hochvoltunidirektional / galv. getrennt

DC/DC Wandler in mobiler Robotik und fahrerlosen Transportsystemen (FTS/AGV)

In fahrerlosen Transportsystemen (FTS), Automated Guided Vehicles (AGV) und mobilen Robotern (AMR) übernimmt ein zentraler DC/DC Wandler die Antriebsversorgung, die Rekuperation und die Versorgung peripherer Komponenten (Lüfter, Steuerelektronik, Sensorik) aus einer einzigen Leistungseinheit. Der DDL4848-48 ermöglicht durch seinen Sleep-Mode-Eingang einen energieeffizienten Stand-by-Betrieb in Leerlauf- und Wartungsphasen.

DC/DC Wandler in mobilen Laseranwendungen

In mobilen Laseranwendungen übernehmen DC/DC Wandler die Versorgung der Laser aus einem Energiespeicher. Sie begrenzen die Inrush-Ströme beim Anschließen und regeln auf die gewünschte Ausgangsspannung unabhängig der Klemmspannung der Batterie oder des Supercap. Die Versorgungsspannung von Laser muss hinsichtlich Ripple, Lastsprüngen und Regelgenauigkeit hohen Ansprüchen genügen. Für Laseranwendugen empfehlen wir den DDL5096-96.

DC/DC Wandler in Brennstoffzellen-Systemen

In Brennstoffzellen-Systemen wandelt ein DC/DC Wandler die stark schwankende Stack-Spannung (typisch 48 bis 500V) in eine geregelte Ausgangsspannung um. Da der Energiefluss in Brennstoffzellen-Systemen typisch unidirektional ist (nur Entladen aus der Zelle), reicht in vielen Fällen ein unidirektionaler Wandler. Für Peripherie-Funktionen wie Temperierung und Hilfsversorgung bietet eine parallele 24V/48V-Hilfsversorgung die nötige Flexibilität.

DC/DC Wandler im Hochvolt-Bordnetz und in DC-Grids

In DC-Grids und Hochvolt-Bordnetzen wandeln DC/DC Wandler zwischen verschiedenen Spannungsebenen: von der 650V-Grid-Spannung auf 400V für die Beleuchtung, oder auf 24V/48V für Niedervolt-Antriebe und Steuerungen. HV-Antriebe arbeiten typisch bei 690V und speisen beim Bremsen stark zurück. DC-Grid-Infrastrukturen mit gemeinsamen Zwischenkreisen ermöglichen dabei direkte Rückspeisung ohne Umwandlung – ein Effizienz- und Kostenvorteil gegenüber klassischer AC-Infrastruktur.

Ihr DC/DC Wandler – maßgeschneidert für Ihr System

Wir sind Leistungselektronik-Enthusiasten und entwickeln industrielle DC/DC Wandler, die zu Ihrem System passen – nicht umgekehrt. Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt – wir finden den passenden Gleichspannungswandler oder entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine kundenspezifische Lösung auf Basis unseres modularen Plattformkonzepts. Informieren Sie sich direkt über eine kundenspezifische Entwicklung.

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Können DC/DC Wandler parallel betrieben werden?

Ja, DC/DC Wandler können parallel betrieben werden. Querom-Wandler unterstützen Parallelbetrieb; eine symmetrische Lastaufteilung erfolgt jedoch nicht automatisch über Current Sharing, sondern erfordert die Kommunikation aller Wandler mit einem übergeordneten Steuergerät.

Sind Querom DC/DC Wandler kundenspezifisch anpassbar?

Ja, Querom DC/DC Wandler sind sowohl hard- als auch softwareseitig kundenspezifisch anpassbar. Auf Basis des modularen Plattformkonzepts realisiert Querom angepasste Spannungen, Leistungen, Schnittstellen und Gehäuseformen – mit deutlich kürzerer Entwicklungszeit als bei einer Null-Entwicklung. Mehr zur kundenspezifischen Entwicklung finden Sie unter kundenspezifische DC/DC Wandler Entwicklung.

Welche Zertifizierungen erfüllen Querom DC/DC Wandler?

Querom DC/DC Wandler sind für den industriellen Einsatz nach gängigen Industrie-Normen ausgelegt:

  • EN 62368-1: Produktsicherheit (Ablöse von EN 60950 und EN 60065)
  • EN 61000-6-3 / EN 61000-6-4: EMV-Emission (Wohn-/Industriebereich)
  • EN 61000-4-2 (ESD): Störfestigkeit gegen elektrostatische Entladung
  • EN 55032: EMV-Anforderungen für Multimedia-Equipment (DDL3050-48)
  • CE-Kennzeichnung: Konformität mit EU-Richtlinien

Welche Lieferzeiten gelten für Querom DC/DC Wandler?

Die Lieferzeiten hängen von Produkt und Projektumfang ab. Für Standardprodukte aus der DDL-Serie sowie für kundenspezifische Entwicklungen unterscheiden sich die Verfügbarkeiten. Für ein konkretes Angebot und aktuelle Lieferzeiten sprechen Sie uns direkt an – wir sind schnell erreichbar über unser Kontakt-Formular oder persönlich über Anton Mitterreiter.

Querom Elektronik GmbH
Anton Mitterreiter
Mitgründer & Produktmanager

Anton Mitterreiter
Produktmanager
a.mitterreiter@querom.de
+49 8743 967197-4